Südkorea will alle Regierungscomputer auf Linux umstellen

Südkorea plant zur Zeit die Umstellung sämtlicher Regierungscomputer auf Linux. Das berichten mehrere Online-Medien unter Berufung auf „The Korea Herald„. Das zuständige Innenministerium geht davon aus, dass durch den Wechsel von Windows 7 auf Linux die IT-Kosten perspektivisch deutlich gesenkt werden können. Konkreter Anlass zur Umstellung ist wohl der auslaufende Support für das bisher eingesetzte Windows 7 anfang nächsten Jahres. Aber auch die Reduzierung der Abhängikeit von einem einzigen (ausländischen) Softwareanbieter dürfte bei der Entscheidung eine Rolle gespielt haben. Man sieht ja am Beispiel von Huawei, wohin eine solche Abhängikeit im Extremfall führen kann.

Zunächst werden zu Testzwecken die Computer im Innenministerium umgestellt. Treten dort keine Probleme oder Schiwerigkeiten auf, sind die anderen Regierungsbehörden an der Reihe. Welche Distribution eingesetzt wird oder ob eine spezielle Linux-Variante selbst entwickelt wird, ist zur Zeit nicht bekannt.

Bevor aber die angesprochenen Einsparungen erzielt werden können, muss erstmal investiert werden. Für die Anschaffung neuer PCs und den Umstieg werden um die 655 Millionen US-Dollar angesetzt.

Ich musste ja bei diesen Neuigkeiten spontan an die Stadt München und deren Ausflug zu Linux denken. Im Grunde war es ein erfolgreiches Projekt, welches dann aber aus politischen Gründen eingestampft wurde. Ich will gar nicht wissen, was dieses hin und her an Steuergeldern verschlungen hat… Hoffen wir, dass die Politiker in Südkorea etwas intelligenter sind.

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